Kleine Öffnung, große Diskussion. ????
Nachrüsten kann man sie sich, oder?
Nach neuen Fenstern hört man öfter:
„Seit die neuen Fenster drin sind, haben wir plötzlich Feuchtigkeit oder Schimmel.“
Das liegt nicht daran, dass neue Fenster schlecht sind.
Sondern oft daran, dass neue Fenster deutlich dichter sind als alte.
Früher hat das Haus manchmal „von selbst gelüftet“ durch undichte Fenster, Fugen und Anschlüsse.
Nicht schön.
Nicht energieeffizient.
Aber lufttechnisch war eben Bewegung da.
Mit neuen, dichten Fenstern verändert sich das.
Und genau hier kommen Fensterfalzlüfter ins Spiel.
Sie sitzen im Fensterfalz und können einen gewissen Luftaustausch ermöglichen auch wenn das Fenster geschlossen ist.
Aber wichtig:
Fensterfalzlüfter sind keine Wunderwaffe.
Sie können helfen, eine Grundlüftung zu unterstützen.
Sie ersetzen aber kein richtiges Lüftungskonzept.
Und sie lösen auch nicht automatisch jedes Feuchteproblem.
Typische Denkfehler:
• „Dann muss ich gar nicht mehr lüften.“
• „Ein Lüfter pro Fenster reicht immer.“
• „Damit ist Schimmel ausgeschlossen.“
• „Das passt in jedem Haus gleich.“
Leider nein.
Ob Fensterfalzlüfter sinnvoll sind, hängt ab von:
• Gebäudezustand
• Luftdichtheit
• Nutzung
• Raumgröße
• Feuchtebelastung
• Lüftungskonzept
• Anzahl und Lage der Fenster
Der Klassiker:
„Neue Fenster rein — fertig.“
Nicht ganz.
Denn wer Fenster erneuert, verändert die Gebäudehülle.
Und wenn die Gebäudehülle dichter wird, muss auch die Lüftung mitgedacht werden.
Merksatz:
Fensterfalzlüfter können sinnvoll sein aber nur, wenn sie zum Gebäude und zum Lüftungskonzept passen.
Erst prüfen.
Dann planen.
Dann einbauen.

 

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